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Alexander Fach gewinnt beim Finale in Misano

Fünfter und letzter Lauf des Porsche Sports Cup Suisse

Alexander Fach hat in seinem ersten Jahr als Förderpilot des Verbands Schweizer Porsche Clubs und der Porsche Schweiz AG den GT3 Cup der Porsche Sprint Challenge Suisse für sich entschieden. Der 18-Jährige gewann in einem spannenden Finale auf dem Misano World Circuit Marco Simoncelli das erste der beiden Sprintrennen und kam beim zweiten Lauf als Zweiter ins Ziel. Er setzte sich damit gegen den 25-jährigen Dominik Fischli sowie Antonio Teixeira durch, der seine Saison mit dem Sieg im zweiten Sprint abrundete. In der GT4 Clubsport-Klasse ging der Titel wie erwartet an Francesco Fenici. Der Römer liess am Steuer seines Porsche 718 Cayman GT4 Clubsport MR auf dem Adria-Kurs nichts anbrennen und fuhr zwei blitzsaubere Siege heraus. Rang zwei in dieser Meisterschaft ging an Laurent Misbach, der in Misano zwei zweite Plätze belegte. Beim abschliessenden Zweistunden-Nachtrennen liess sich der libanesische Porsche 911 GT3 R-Pilot Habib Fadel als Sieger feiern. In der Porsche Drivers Competition Suisse wiederholte Daniel Bütler seinen Erfolg von Mugello, während Peter Gafner die erste Position in der Gesamtwertung verteidigte.

Porsche Sprint Challenge Suisse: GT3 Cup
Nur acht Punkte trennten die beiden Erstplatzierten im GT3 Cup der Porsche Sprint Challenge Suisse vor dem Beginn des Finalwochenendes in Misano – beste Grundlage für eine spannende Titelentscheidung bei den beiden noch ausstehenden 15-Runden-Sprintrennen auf der 4,226 Kilometer langen Strecke. Und dass Tabellenführer Alexander Fach ebenso wie sein unmittelbarer Verfolger Dominik Fischli und der Drittplatzierte Antonio Teixeira als Juniorfahrer vom Verband Schweizer Porsche Clubs und der Porsche Schweiz AG gefördert werden, machte die Situation nochmals interessanter. Der 18 Jahre junge Fach liess bereits im Qualifying keinen Zweifel aufkommen, wie ernst er es mit der Meisterschaft meint: Er sicherte sich mit einem Vorsprung von 0,634 Sekunden die Pole-Position vor José Teixeira, dem älteren Bruder des Drittschnellsten, und Fischli. Dass sich Fach und Fischli dann doch die erste Startreihe für Sprintlauf 1 teilten, lag an Joker-Reifen für die Teixeira-Brüder. Sie wurden dafür um jeweils drei Positionen zurückgesetzt.

Schon in der ersten Runde fiel jedoch eine Vorentscheidung in der Titelfrage: Während Fach das Startduell gewann und die Führung übernahm, wurde Fischli von einem anderen Teilnehmer getroffen und bis auf die 16. Position zurückgeworfen. Die entfesselte Aufholjagd brachte ihn bis zur Zielflagge bis auf Platz acht nach vorn, während Fach mit 2,170 Sekunden Vorsprung auf Antonio Teixeira den Sieg feiern durfte. Die weiteren Plätze gingen an Gregor Burkard, José Teixeira und Peter Hegglin.

Für das zweite Sprintrennen liess Dominik Fischli vier neue Michelin-Reifen aufziehen, musste dafür aber als 16. vom Ende des Teilnehmerfeldes starten. Den Vorteil seiner frischen Pneus nutzte er bereits in der ersten Runde, aus der er auf Rang acht zurückkehrte. In Runde neun lag er als Drittplatzierter wieder direkt hinter Alexander Fach, der nach dem Start den angreifenden Antonio Teixeira hatte ziehen lassen und sich ganz auf seine Meisterschaftsambitionen konzentrierte – mit Erfolg: Platz zwei im Ziel genügte dem jungen Mann aus Satteln für den souveränen Titelgewinn.

„Zu Beginn des ersten Rennens hatte ich eine kleine Berührung mit Dominik. Wie es dazu kam, weiss ich selbst nicht so genau, denn ich bin nur geradeaus gefahren“, fasste der überglückliche Alexander Fach als neuer GT3 Cup-Meister zusammen. „Danach spürte ich eine leichte Unwucht von einem Rad, konnte mich aber absetzen. Im zweiten Lauf habe ich Antonio schnell Platz gemacht, denn ich wollte mit Blick auf den Titel kein Risiko mehr eingehen, und habe ihn dann auch nicht mehr angegriffen. Über den Gewinn der Meisterschaft gleich im ersten Jahr als Juniorfahrer freue ich mich sehr. Ich hoffe, dass ich den Titel in der kommenden Saison verteidigen kann.“

Porsche Sprint Challenge Suisse: GT4 Clubsport
Er kam, sah – und war erneut nicht zu stoppen: Francesco Fenici konnte beim Saisonfinale an der Adria auch die letzten beiden Sprintrennen der Saison gewinnen. Damit hat der Römer sein erst zweites Jahr im Motorsport verdient mit dem Meistertitel in der GT4 Clubsport-Kategorie abgeschlossen. Inklusive der Zusatzzähler für die schnellsten Rennrunden fuhr er auf dem World Circuit Marco Simoncelli nahezu die maximale Punktzahl ein. Nur im Qualifying musste er sich dem Porsche 718 Cayman GT4 Clubsport MR seines italienischen Landsmanns „Gioga“ beugen. Von Startplatz zwei rückte Fenici die Verhältnisse im ersten Sprint aber in Runde vier wieder zurecht und übernahm die Führung. Im zweiten Rennen gelang dem 31-Jährigen ein ungefährdeter Start-Ziel-Sieg. Als Zweiter wurde jeweils Laurent Misbach gewertet, der auch in der Schlusstabelle die zweite Position vor Paul Surand belegt. Surand beweis einmal mehr Kämpferherz: Im zweiten Sprintrennen war er nach der ersten Runde nur Vierzehnter, holte anschliessend aber fünf Plätze wieder auf.

Den Meistertitel in der Klasse für 718 Cayman GT4 Clubsport ohne MR-Paket sicherte sich Renzo Kressig. Nach seinem Husarenritt beim Endurance-Rennen in Mugello genügten ihm in Misano trotz des Kontakts mit einem Konkurrenten und damit verbundener Durchfahrtsstrafe ein sechster und ein dritter Rang, während sein ärgster Verfolger Patrick Schetty zwei erste Plätze einfuhr. In der Wertung für das Cayman GT4 Clubsport-Vorgängermodell lag Thomas Herbst am Ende ganz vorn.

„Ich bin superglücklich – über den Titelgewinn, den Saisonverlauf und die Fortschritte, die mir in diesem Jahr gelungen sind. Wir hatten kein einziges Problem mit unserem Porsche 718 Cayman GT4 und auch keine einzige Beschädigung durch einen Fremdkontakt“, jubelte Francesco Finici. „Im Qualifying waren wir hier in Misano noch nicht ganz aussortiert, haben dann aber eine perfekte Abstimmung gefunden, darum konnte ich die beiden Sprintrennen dominieren. Jetzt versuche ich, diesen Erfolg zu geniessen, bevor wir mit der Planung für 2021 beginnen.“

Zweistunden-Langstrecken-Nachtrennen
Auch wenn es keinen Einfluss mehr auf die Meisterschaftsentscheidungen hatte: Für viele Teilnehmer ist das zweistündige Nachtrennen beim letzten Lauf des Jahres der Höhepunkt der gesamten Saison. Mit einem Vorsprung von fast 44 Sekunden sicherte sich Habib Fadel mit seinem Porsche 911 GT3 R den Sieg vor den 911 GT3 Cup-Besatzungen Jan Klingelnberg / Dino Zamparelli und Jörg Dreisow / Manuel Lauck. Sie alle starten ebenso wie der Viertplatzierte Antoine Leclerc in der Open GT-Kategorie. Als Fünfte im Ziel und Erste der GT3 Cup-Klasse erreichte der Schwede Mike Knutzon zusammen mit dem Niederländer Jaap van Lagen das Ziel. Als beste Teilnehmer mit einem Porsche 718 Cayman GT4 fuhr der frisch gebackene Meister Francesco Fenici zusammen mit seinem italienischen Landsmann Max Busnelli auf Platz 18.

Porsche Drivers Competition Suisse (PDC)
Peter Gafner ist der neue Meister der Porsche Drivers Competition Suisse. Auf dem Misano World Circuit Marco Simoncelli genügte dem Porsche 911 GT3-Fahrer ein vierter Platz in dem Gleichmässigkeitswettbewerb, um seine Tabellenführung nach Siegen in Le Castellet und Imola zu verteidigen. Auf Rang zwei der Endwertung rückte Robert Schwaller auf. Als Zweitplatzierter des Finales zog er am Steuer seines 911 GT3 nach Abzug des Streichergebnisses knapp an Fabio Resico vorbei. Die geringsten Abweichungen von seiner eigenen Durchschnittszeit leistete sich in Misano jedoch Daniel Bütler: Seine neun Wertungsrunden schwankten insgesamt um gerade mal 1,79 Sekunden. Für den 911 GT3 RS-Piloten war es der zweite Laufsieg in Folge. Obwohl er insgesamt nur drei Starts vorweisen kann, kämpfte sich Bütler damit in der Schlusstabelle noch auf die fünfte Position hinter Nicolas Garski vor.

„Vor dem Hintergrund der Covid-19-Situation hat uns die Saison 2020 vor grosse Herausforderungen gestellt. Dass wir sie gemeistert haben, liegt nicht zuletzt an dem tollen Zusammenhalt innerhalb dieser Serie – die Fahrer und Teams, die Rennstrecken und alle fleissigen Hände innerhalb der Organisation haben an einem Strang gezogen und sich nicht beirren lassen. Dafür möchte ich mich bei allen bedanken“, betont Richard Feller, Leiter Porsche Sports Cup Suisse des Verband Schweizer Porsche Clubs. „Trotz der schwierigen Voraussetzungen haben wir grossartigen Motorsport erlebt. Praktisch alle Meisterschaftsentscheidungen fielen erst beim Finallauf. Der spannende Kampf unserer drei hochtalentierten Juniorfahrer um den GT3 Cup-Titel bildete dabei den Höhepunkt. Wir blicken jetzt voller Vorfreude der kommenden Saison entgegen.“

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